Mein letzter Urlaub auf Gran Canaria wird mir lange in Erinnerung bleiben.
Die Reisezeit war von Anfang bis Mitte Januar.
Hinsichtlich der Temperaturen war es so, dass die Nächte teilweise etwas frisch, aber die Tage frühlingshaft angenehm und auf jeden Fall "badetauglich" waren.
Ich war in einer Bungalowanlage in Playa del Ingles untergebracht.
Es war eine saubere, kleine Anlage mit ungefähr zwanzig Bungalows.
Diese befand sich in der Nähe des Riu Palace Hotels und somit nicht weit von den weltberühmten Dünen von Maspalomas.
Der Urlaub wurde daher von mir auch reichlich genutzt, um Dünenwanderungen zu unternehmen.
Zumindest wurden die Dünen beim täglichen Gang zum Strand durchwandert.

Ich möchte sagen, dass sich die Ferienanlage hart an der Grenze Maspalomas/Playa del Ingles befand, aber noch zu Playa del Ingles gehörte.
Ich war schon häufiger auf Gran Canaria, aber die Dünenlandschaft mit den dort vorgegebenen Wanderwegen und in der Ferne das tiefblaue Meer reizen mich jedesmal erneut.
In den kleinen Kiosken am Strand kann man sich zwar recht gut erfrischen, jedoch sind die Preise nicht gerade auf Discounter-Niveau. Dafür entschädigt die wirklich relaxte Urlaubsatmosphäre und das fantastische Wetter mitten im Winter. Ich verbrachte die meisten Tage so, dass ich von meinem Domizil in Playa del Ingles zum Strand Richtung Maspalomas durch die Dünen lief.
Dort verbrachte ich einige Stunden. In den ersten Tagen bekam ich trotz ausreichend Sonnenschutz einen leichten Sonnenbrand, der aber sehr schnell wieder abklang.
Nach Strandaufenthalt und ausgiebigem Baden im Wasser machte ich mich auf den Weg in das kleine Einkaufszentrum in Maspalomas, das direkt am Strand liegt.
Dort kann man herrlich einen Kaffe oder auch ein Beier trinken, sowie eine Kleinigkeit (Pizza und ähnliches) zu sich nehmen.
Ich finde die meisten Kneipen, Cafes und Bars dort sehr ansprechend. Das Personal ist durchweg freundlich. Einigen Touristen mögen diese Lokalitäten wegen ständiger Radiomusik oder TV zu laut erscheinen.
Mich hat das nicht gestört.
Wenn ich dort etwas getrunken oder gegessen hatte, machte ich mich wieder auf den Heimweg durch die Dünen in Richtung Playa del Ingles zu meiner Unterkunft.
Dort angekommen wurde zunächst ausgiebig geduscht und die Klamotten gewechselt.
Danach wurde ein Supermarkt in der Nähe zum Kauf von Lebensmitteln für das Abendessen ausgesucht.
Ich möchte hier betonen, dass man an Getränken (egal ob alkoholisch oder nicht) mit mitteleuropäischem Standard rechnen kann. Die Wurst, die man erhält, ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig.
Dazu muss aber gesagt werden, dass es in Playa del Ingles auch hervorragende deutsche Cafes, Bäckereien und Metzgereien gibt. Sehr gerne habe ich immer den Serrano-Schinken gekauft, den man wesentlich billiger als in Deutschland erhält. Mit Trauben und Ziegenkäse ist das wahrhaft eine Delikatesse und verleiht nicht das Gefühl einer gewissen körperlichen Fülle (Blähbauch!).
Wunderbar an der Insel finde ich auch, dass man dort am Strand entlang oder etwas seitlich quasi von San Agustin bis Meloneras spazieren gehen kann.
Meloneras besticht durch elegante Markengeschäfte.
Man kann dort auch die eine oder andere feine Dame in wirklich edler Garderobe bewundern.
Weniger schön ist, dass die damals relativ neue Strandpromenade von Meloneras schon wieder dadurch auffiel, dass sie eine große Anzahl von Rissen aufwies.
Die Bauweise auf den Kanaren ist eben mit der in Deutschland doch nicht zu vergleichen.
Dafür haben meines Erachtens einige Immobilien ungerechtfertigterweise exorbitante Preise.
Sicher kein Rentnerparadies für ehemalige Durchschnittsverdiener.
Wunderbar ist auch immer wieder eine Fahrt mit dem Leihwagen nach Mogan.
Es erinnert von Bauweise und Stil ein bisschen an Venedig.
Ja, man kann sagen, dort eine traumhafte Architektur in landschaftlich reizvoller Lage vorzufinden.
Nach dem Mogan Besuch bin ich dann auch weiter durch das Tal von Morgan Richtung Inselnorden gefahren.
Man kommt immer wieder an atemberaubenden Aussichtspunkten vorbei, die einen traumhaften Blick auf das Meer gewähren. Es klingt vielleicht etwas kitschig, aber genauso stelle ich mir Urlaub vor.
Bei einer Fahrt quer durch die Insel entdeckt man auch typische kanarische kleine Städte und Dörfer mit schönen Häusern und Kirchen. Teilweise ist auch größerer Wald vorhanden, der nahezu einen Vergleich zum Allgäu aufkommen lässt.
Die Hauptstadt Las Palmas ist eine richtige Großstadt-Metropole.
Schon von weitem entdeckt man die zahlreichen Hochhäuser. Der Verkehr
ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig und für ängstliche Leihwagen-Fahrer
nicht gerade angenehm.
Leider war zur Zeit meines Besuchs die große Kathedrale in Las Palmas geschlossen. Dafür unternahm ich einen Ausflug mit dem Schnellboot in den Norden Teneriffas. Dort gefielen mir persönlich die Strände um Puerto de la Cruz weitaus weniger als diejenigen Gran Canarias.
Der Besuch im wirklich schön angelegten Loro-Park war aber auf jeden Fall sehenswert.
Besonders wenn man sich für die Tierwelt interessiert.
Das Nachtleben Gran Canarias gehört für mich ebenfalls bei jedem Urlaub dazu.
Hier gibt es, sehr oft in den großen Einkaufszentren von Playa del Ingles (Yumbo, Casbah, Cita und andere) Lokalitäten für wirklich jeden Geschmack. Von der leicht frivolen Travestie-Show bis zum Fussball-Fernsehabend ist sehr viel geboten.
Nachtschwärmer kommen auf jeden Fall auch immer auf ihre Kosten.
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