Trip auf eine außergewöhnliche Insel Last-Minute-Buchung in der Nachsaison, die mich im Herbst 2008 nach Gran Canaria fliegen ließ:
schlechtes Wetter in Deutschland;
schnell eine Woche Urlaub bekommen;
Koffer gepackt und ab zum Flughafen München
Gran Canaria, überhaupt die Kanaren kannte ich bis dato noch nicht, wohl aber die Balearen und das spanische Festland und so stieg ich ohne große Sorgen in den Flieger gen Süden. Die Überraschung war groß, als ich nach guten vier Stunden über dem nahezu runden Eiland kreiste und nach dem Check-out den „Zwanzig-Grad Temperaturunterschied“ zu spüren bekam.
Ein Shuttlebus brachte mich vom Flughafen in Las Palmas de Gran Canaria zu meinem Quartier, einer Bungalowsiedlung, nach Playa del Inglés.
Nachdem diese „Bettenburglandschaft“ direkt neben Maspalomas liegt, erwartete mich bereits am Ankunftstag das erste Urlaubshighlight: die großen Sanddünen von Maspalomas! Wirklich beeindruckend, diese mit Saharasand durchzogene, südlichste Inselzunge.

Einer der Strände in Maspalomas
Wieder zurück im Quartier begrüßte mich auch schon ein
drei Zentimeter großer Baby-Gecko auf meiner Terrasse – als Naturliebhaber hatte ich bereits nach meinem ersten Urlaubstag maximale Erholung.
Tag Zwei begann damit, nachdem ich nur Übernachtung gebucht hatte, etwas Essbares zu organisieren. Ich wurde in einem nahe gelegenen Shoppingcenter fündig und charterte auch gleich nach dem Frühstück einen Mietwagen.
Um einen ersten groben Überblick zu bekommen, fuhr ich von Playa del Inglés auf der einzigen Autobahn „GC-1“ hoch nach Norden in Richtung Las Palmas de Gran Canaria, der Hauptstadt der Insel. An der Hauptstadt vorbei nach Westen über Gáldar bis Agaete. Überaus beeindruckt von den unterschiedlichen Landschaftsregionen, die ich während der Fahrt von Süden nach Norden registriert habe, verbrachte ich den restlichen Tag in Agaete.
In Agaete ist nicht nur der interessante Hafen „Puerto de las Nieves“ mit seinen Fährverbindungen nach Teneriffa sehenswert, sondern auch der sehr gepflegte Stadtkern mit seinen vielen schmalen Gassen und Einkaufsmöglichkeiten.
Mit einem letzten Blick auf den „Finger Gottes“, dem Wahrzeichen Agaetes „El Dedo de Dios“, einem Monolith aus Basalt fuhr ich wieder ab.
Als ich am Vortag die Insel bis nach Agaete fast umrundete, fiel mir bereits da auf, dass es zur Inselmitte hin recht steil bergauf geht.
So fuhr ich voller Neugier die „GC-520“ direkt nach Norden bis San Bartolomé de Tirajana und dann weiter bis Ayacata.
Hier ließ ich das Auto stehen und wanderte zum höchsten Punkt der Insel, dem „Pico de las Nieves“ in fast 2000 Meter Höhe.
Eine wirklich atemberaubende Landschaft aus Vulkangestein und hohen Bäumen.
In Verbindung mit der Atlantikluft ein Höhepunkt für die Sinne. Und jetzt hier in der Nachsaison, wo ich kaum noch auf Touristen stoße, doppelt so schön.

Blick über den Hafen von Puerto Rico
Nach einem Strandtag ging es am vierten Tag ins berühmte „Klein-Venedig“.
Auf der „C-812“ fuhr ich direkt am Meer entlang über
Puerto Rico – der Ort heißt tatsächlich so – nach
Puerto de Mogán. Dieser bezaubernde Fischerort erinnert tatsächlich an Venedig. Viele
Brücken, Stege und Kanäle durchzieht dieser Ort. Wohin ich auch sehe, begrüßen mich schön angelegte Vorgärten, Balkone und wunderschöne Beete. Ein Farbenrausch, bei dem ich gerne eine Tasse „Cortado“ mehr in einem der vielen Cafés trinke und einfach nur genieße.
Mein letzter Trip dieses faszinierenden Urlaubs führt mich natürlich in die Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria. Mit seinen fast 500.000 Einwohnern ist sie die größte Stadt nicht nur der Insel, sondern auch der Kanaren. Kulturell und kulinarisch bleiben hier keine Wünsche offen. Viele Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel die Altstadt „Vegueta“ oder die Kathedrale „Santa Ana“ warten darauf, entdeckt zu werden. Ich habe festgestellt, dass ein Tag bei Weitem nicht ausreicht.
Es ging alles in allem eine wundervolle und extrem erholsame Woche vorbei und ich beschloss, auf jeden Fall wieder zu kommen.
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