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Reisebericht: Gran Canaria und der Tourismus

Angelockt von einem auch außerhalb des Sommers angenehm warmen Klima, hat es uns im Oktober diesmal nach Gran Canaria verschlagen. Nach den schönen Urlauben in Mallorca und Dubai waren die Erwartungen im Vorfeld hoch. Als Urlaubsort auf der Insel haben wir uns ‚Maspalomas‚ ausgesucht, doch dazu später mehr.

Für den vierstündigen Flug von Nürnberg nach Gran Canaria wählten wir wieder das Flugunternehmen ‚AirBerlin‘. Diese hatten uns bereits bei anderen Flügen durch ihren guten Preis und den angenehmen Service überzeugt. Da wir leider erst zu später Stunde in Nürnberg gestartet sind, wurde es beim Anflug auf den Flughafen der Inselhauptstadt ‚Las Palma‚ bereits dunkel.
Während der anschließenden 45-minütigen Taxifahrt von Las Palmas zum im Süden gelegenen Maspalomas haben wir daher leider nicht allzu viel mitbekommen. Erschöpft vom Flug muss ich allerdings auch zugeben, dass ich die überwiegende Zeit geschlafen habe. In Maspalomas angekommen, traf mich zuerst der Schlag! Denn Maspalomas ist eine absolute Touristenhochburg mit grell beleuchteten Kneipen, Einkaufszentren, Discotheken, Vergnügungsanlagen und Bettenburgen. Zwar war mir durchaus bewusst, dass es nicht so idyllisch wie in Dubai werden würde, doch so etwas hatte ich nicht erwartet.

Glücklicherweise lag unsere Ferienanlage ‚Green Oasis Maspalomas‘ etwas
Abseits der hektischen Stadt und es war somit nicht so schlimm wie zuerst erwartet.
Die Anlage selbst hat mir sehr gut gefallen: Drei Pools, nettes und abwechslungsreiches Abendprogramm, gutes Essen und angenehme andere Touristen. Aufgefallen ist uns vor allem dass sehr viele Engländer unterwegs waren – sowohl bei uns in der Ferienwohnungsanlage als auch in der gesamten Region. Einziger Kritikpunkt an der Unterkunft ist das Ungezieferproblem in der Nacht. Zwar waren die Wohnungen an sich sauber, aber auf den Wegen vor den Häusern tummelte sich so manch unangenehmes Tierchen. Nicht umsonst stand im Schrank eine 1000ml Dose Insektenspray. Wie wir im Nachhinein erfuhren besteht das Problem mit den kleinen Tierchen aber auf der ganzen Insel…

Von Maspalomas aus konnte man sehr gut viele Ausflüge durchführen.
Sehr empfehlenswert ist zum Beispiel der „Palmitos Park„, der in unmittelbarer Nähe zu Maspalomas liegt und mit dem Taxi oder Bus gut zu erreichen ist. Der Park zeigt die tropische Flora und Fauna auf eine beeindruckende Art und Weise – ganz zu schweigen von der tollen Landschaft in der sich der Park befindet. Vor allem für Kinder schön, war die mitreißende Greifvogel- und Papageienshow.

Maspalomas

Neben dem Besuch der typischen Touristenausflugsziele lohnt es sich auch die Region auf eigene Faust zu erkunden.
Etwas entfernt von der Küste befinden sich wunderschöne kleine Ortschaften, die vom Tourismus teilweise noch unberührt sind. Hierbei zu nennen ist der schöne Ort „Teror„, der allerdings einige Autostunden von Maspalomas entfernt liegt.
Auf der Fahrt Richtung Norden kann man dafür die wunderschöne Landschaft der Gran Canaria’s bestaunen und so einige romantische Orte entdecken.
Ebenfalls auf der Fahrt dorthin befindet sich der Botanische Garten „Jardí­n Botánico Canario“ der für Flora-Interessierte ein absolutes Muss ist. Auch wenn die Fahrt nach Norden teilweise stressig und aufgrund der engen Bergstraßen auch Nervenaufreibend war, hat sich die Ausfahrt auf die andere Inselseite auf jeden Fall gelohnt.

Landschaftlich war ich von Gran Canaria hin und her gerissen. Die Insel an sich kann beeindruckend schöne Abschnitte aufweisen – voller tropischer Pflanzen und Tiere. Vor allem die vielen Kakteen waren einfach nur bezaubernd. Die Reise zur Inselmitte hat gezeigt wie schön Gran Canaria sein könnte; ohne den ganzen Massentourismus. Und das ist der Punkt der uns mitunter schon gestört hat: Der Tourismus. Überall auf der Insel stehen riesige Bettenburgen oder werden noch gebaut. Teilweise sind die Gebäude auf den blanken Felsen erbaut worden und zerstören das an sich schöne Landschaftsbild. Die Strände sind durch den Massentourismus völlig überfüllt gewesen und das obwohl wir nicht im Sommer dort waren. Wenn mehr Wert auf die Ursprünglichkeit der Insel gelegt worden wäre, könnte Gran Canaria unvergesslich sein. Der Tourismus hat zwar einiges geschaffen, aber auch vieles kaputt gemacht.

Daher haben wir die Insel nach unserem zweiwöchigen Urlaub mit einem lachenden, weil es ein schöner Urlaub, und mit einem weinendem, weil der Tourismus die Insel zerstört, Auge verlassen.